Wer als Schülerin oder Schüler einen Lebenslauf schreibt, steht vor einer besonderen Herausforderung: Es gibt noch kaum oder gar keine Berufserfahrung. Das ist völlig normal und kein Nachteil.
Bei einer Bewerbung um eine Lehrstelle oder eine Schnupperlehre erwartet niemand einen langen Werdegang. Wichtig ist, dass Sie zeigen, wer Sie sind, was Sie interessiert und dass Sie zuverlässig und motiviert sind.
Statt Berufsstationen füllen Sie den Lebenslauf mit anderen Inhalten: Ihrer Schulbildung, absolvierten Schnupperlehren und Praktika, Ferienjobs, Hobbys, Sprachkenntnissen und persönlichen Stärken. Auch ehrenamtliches Engagement, ein Amt in der Klasse oder ein Sportverein zeigen, dass Sie sich einbringen und Verantwortung übernehmen.
Genau solche Punkte machen aus einem leeren Blatt einen überzeugenden Lebenslauf. Auf dieser Seite zeigen wir Ihnen, welche Abschnitte in einen Schüler-Lebenslauf gehören, wie Sie fehlende Berufserfahrung sinnvoll ausgleichen und worauf Lehrbetriebe achten.
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Auch ohne Berufserfahrung folgt ein Lebenslauf einer klaren Struktur. Ganz oben stehen die Kontaktangaben mit Name, Adresse, Telefonnummer und einer seriösen E-Mail-Adresse.
Darunter passt ein kurzer Satz zu Ihrem Ziel, zum Beispiel dass Sie eine Lehrstelle als Fachfrau oder Fachmann in einem bestimmten Beruf suchen. Danach folgt die Schulbildung mit der aktuellen Schule zuerst.
Anschliessend nennen Sie alles, was Praxisbezug zeigt: Schnupperlehren, Praktika und Ferienjobs mit Zeitraum und Betrieb. Ergänzen Sie einen Abschnitt zu Sprachen mit Niveau, IT- und Computerkenntnissen sowie Hobbys und persönlichen Stärken.
So entsteht auch ohne lange Berufserfahrung ein vollständiger, gut gegliederter Lebenslauf.
Berufserfahrung ist bei Jugendlichen selten vorhanden, doch es gibt viele gleichwertige Inhalte. Eine Schnupperlehre ist der stärkste Punkt: Sie zeigt, dass Sie den Beruf bereits kennengelernt haben und wissen, worauf Sie sich einlassen.
Nennen Sie den Betrieb, den Zeitraum und kurz, was Sie dort gemacht und gelernt haben. Auch Praktika, Ferienjobs wie Zeitungen austragen oder Aushilfe im Verkauf und regelmässige Aufgaben zu Hause zählen.
Ehrenamtliches Engagement, ein Amt als Klassensprecherin oder Klassensprecher, Leitung in der Pfadi oder Training im Sportverein belegen Zuverlässigkeit, Teamgeist und Durchhaltevermögen. Solche Beispiele sagen mehr über Sie aus als eine leere Rubrik Berufserfahrung.
Ein Schüler-Lebenslauf passt auf eine Seite. Mehr braucht es nicht, und eine gut gefüllte Seite wirkt stärker als zwei halbleere.
Achten Sie auf einen sauberen, ruhigen Aufbau mit einer klaren Schrift, einheitlichen Abständen und ohne Rechtschreibfehler. Lassen Sie den fertigen Lebenslauf am besten von einer erwachsenen Person gegenlesen.
In der Schweiz gehört ein aktuelles, freundliches Foto weiterhin dazu. Es steht oben rechts oder neben dem Namen und sollte ordentlich wirken, kein Ferien- oder Partybild.
Verwenden Sie eine seriöse E-Mail-Adresse mit Ihrem Namen statt eines verspielten Spitznamens. Ein aufgeräumtes Dokument zeigt dem Lehrbetrieb, dass Sie sorgfältig arbeiten.
Passen Sie Ihren Lebenslauf an jeden Betrieb an, statt überall dasselbe Dokument zu senden. Stellen Sie die Punkte nach oben, die zum gewünschten Beruf passen, etwa eine Schnupperlehre in der richtigen Branche oder ein passendes Hobby.
Ein Lebenslauf gehört immer zusammen mit einem kurzen Bewerbungsschreiben in die vollständige Bewerbung. Bleiben Sie ehrlich und schreiben Sie nur, was stimmt.
Im Vorstellungsgespräch fragen Lehrbetriebe gern nach den genannten Punkten. Prüfen Sie vor dem Absenden Namen und Adresse des Betriebs, die Rechtschreibung und ob das Dokument als sauberes PDF gespeichert ist.
So hinterlassen Sie schon mit dem Lebenslauf einen guten ersten Eindruck.
Was schreibt ein Schüler ohne Erfahrung in den Lebenslauf?
Statt Berufserfahrung nennen Sie Ihre Schulbildung, absolvierte Schnupperlehren und Praktika, Ferienjobs, Sprachen, IT-Kenntnisse sowie Hobbys und Stärken. Auch Engagement im Verein oder in der Schule zeigt Zuverlässigkeit und Teamgeist.
Wie lang sollte ein Schüler-Lebenslauf sein?
Eine Seite reicht völlig. Bei einer Lehrstellen-Bewerbung erwartet niemand mehr. Wichtiger als die Länge ist ein sauberer Aufbau, bei dem die relevantesten Punkte für den gewünschten Beruf oben stehen.
Braucht ein Schüler-Lebenslauf ein Foto?
In der Schweiz gehört ein aktuelles, freundliches Foto weiterhin dazu. Es steht oben rechts oder neben dem Namen und sollte ordentlich wirken, also kein Ferien- oder Partybild.
Soll ich Hobbys im Lebenslauf angeben?
Ja. Gerade bei Jugendlichen sagen Hobbys viel über die Person aus. Sport, Musik, ein Amt im Verein oder ehrenamtliches Engagement zeigen Durchhaltevermögen, Teamgeist und Interesse und passen gut in den Lebenslauf.
Soll ich eine Schnupperlehre im Lebenslauf erwähnen?
Unbedingt. Eine Schnupperlehre ist einer der stärksten Punkte, weil sie zeigt, dass Sie den Beruf bereits kennengelernt haben. Nennen Sie Betrieb, Zeitraum und kurz, was Sie dort gemacht und gelernt haben.