Das Deckblatt galt in Deutschland lange als selbstverständlicher Bestandteil einer ordentlichen Bewerbungsmappe. In den meisten Bewerbungssituationen 2026 ist es das aber nicht mehr. Im Gegenteil: Bei Online-Bewerbungen, ATS-gefilterten Stellenanzeigen und schlanken Bewerbungen unter vier Seiten kann ein Deckblatt sogar schaden. Dieser Leitfaden zeigt dir, wann ein Deckblatt noch Sinn ergibt, wann du es weglassen solltest und wie du es gestaltest, wenn du dich dafür entscheidest.
Wenn du parallel zur Entscheidung deine Bewerbung aufbaust, kannst du dein Anschreiben und deinen Lebenslauf direkt im CareerKit Anschreiben-Generator erstellen und im gleichen Layout halten. Aber lass uns zuerst klären, ob du überhaupt ein Deckblatt brauchst.
Warum das Deckblatt heute selten noch funktioniert
Das Deckblatt ist die umstrittenste Seite der Bewerbung. Wer Vorlagen verkauft, empfiehlt es nahezu immer. Wer in Personalabteilungen arbeitet, sieht es zunehmend kritisch. Die ehrliche Antwort liegt zwischen den beiden Lagern, aber näher an der zweiten.
Vom Pflichtbestandteil zur Ausnahme
Vor zehn Jahren gehörte das Deckblatt in fast jede klassische Bewerbungsmappe. Die meisten Bewerbungen wurden noch ausgedruckt und per Post verschickt, und das Deckblatt diente als visuelle Visitenkarte zwischen Anschreiben und Lebenslauf. Diese Welt existiert kaum noch. Indeed Deutschland hält in seinem Karriere-Guide zum Bewerbungsdesign fest, dass das Deckblatt heute nur noch selten genutzt wird und durch die Online-Bewerbung weitgehend überflüssig geworden ist.
Die Daten dahinter sind eindeutig. Bei einer typischen Online-Bewerbung über das Karriereportal eines Unternehmens lädst du Anschreiben und Lebenslauf als getrennte oder zusammengeführte PDFs hoch. Eine zusätzliche Deckblattseite verlängert das Dokument, ohne Mehrwert zu liefern. Personalverantwortliche springen meistens direkt zum Lebenslauf.
Was Personaler heute wirklich anschauen
Studien zur Bewerbungssichtung zeigen, wie wenig Zeit dein Dokument bekommt. Eine , kam auf durchschnittlich 7,4 Sekunden für den ersten Scan eines Lebenslaufs. In diesen Sekunden prüft der Mensch hinter dem Bildschirm, ob du die fachlichen Anforderungen mitbringst. Ein Foto auf einem Deckblatt, gefolgt von einem zweiten Foto im Lebenslauf, sorgt dabei eher für Verwirrung als für Aufmerksamkeit.




