Von allen Wegen, den Lebensunterhalt zu verdienen, scheint die eigene Praxis oder das eigene Studio an Boden zu verlieren, und zwar quer durch die Branchen. Am deutlichsten zeigt sich das bei Ärztinnen und Ärzten. Die American Medical Association berichtet, dass 2024 nur noch 42,2% der Ärzte in den USA in eigener Praxis arbeiteten, 2012 waren es 60,1%. Dr. Bruce A. Scott, ehemaliger Präsident der AMA, nennt belastende Vorschriften, sinkende Vergütungen und finanziellen Druck als Hauptgründe.
Diese Belastungen sind real, aber sie beantworten eine andere Frage als die, die für Sie zählt. Die Frage ist nicht, ob die eigene Praxis schwieriger geworden ist. Sondern ob die Angst, die die meisten vom Versuch abhält, das unsichere Einkommen, einer Prüfung der Zahlen standhält. Dieser Artikel zeigt, warum eine Karriere mit eigener Praxis nach wie vor tragfähig ist und ernst genommen werden sollte.
Dem hohen Risiko stehen hohe Chancen gegenüber
Niemand nimmt es Ihnen übel, wenn Sie die sichere Option bevorzugen. Eine Praxis zu gründen heißt, ein Unternehmen zu gründen, und die entmutigenden Statistiken sind bekannt: rund eines von fünf neuen Unternehmen schließt laut dem U.S. Bureau of Labor Statistics im ersten Jahr. Zögern ist natürlich. Aber wenn die Praxis funktioniert, kann sich das Risiko auszahlen, und der Vergleich mit der Anstellung fällt knapper aus, als die meisten annehmen.
Die Einkommensgrenze liegt höher, als sie aussieht
Stellen Sie sich vor, Sie haben gerade Ihr Anwaltsexamen bestanden. Sie können alles auf die eigene Kanzlei setzen oder in eine Großkanzlei eintreten und ohne Risiko gut verdienen. Der zweite Weg ist durchaus attraktiv. Die National Association for Law Placement beziffert das mediane Grundgehalt eines Associates im ersten Jahr per Januar 2025 auf 200.000 US-Dollar, und Großkanzleien in Städten wie Austin, Boston, Houston, New York, San Francisco und Washington, D.C. zahlen Einsteigern inzwischen 225.000 US-Dollar. Selbst kleinere Kanzleien starten häufig bei rund 150.000 US-Dollar.




