Mit einer Ausbildung legen Sie den Grundstein für Ihre berufliche Zukunft, und der erste Schritt dorthin ist eine überzeugende Bewerbung um einen Ausbildungsplatz. Anders als bei berufserfahrenen Bewerbern erwarten Ausbildungsbetriebe von Ihnen keine langjährige Praxis, sondern Motivation, Lernbereitschaft und einen sauber strukturierten Lebenslauf.
Genau hier setzen unsere Lebenslauf-Vorlagen für die Ausbildungsbewerbung an: Sie sind übersichtlich aufgebaut und stellen die Inhalte in den Vordergrund, die für Ausbilder zählen. Dazu gehören Ihr Schulabschluss mit den wichtigsten Noten, absolvierte Schülerpraktika, eventuelle Nebenjobs sowie Ihr ehrenamtliches Engagement und Ihre Hobbys.
Unsere Vorlagen enthalten vordefinierte Abschnitte für persönliche Daten, schulischen Werdegang, praktische Erfahrungen, Sprach- und EDV-Kenntnisse sowie Interessen sodass Sie keinen wichtigen Punkt vergessen. Gerade wenn Sie noch wenig Berufserfahrung haben, hilft eine klare Struktur dabei, Ihre Stärken trotzdem wirkungsvoll zu präsentieren.
Wählen Sie eine Vorlage, die zu Ihrem Wunschberuf passt: Für eine kaufmännische Ausbildung wirkt ein schlichtes, seriöses Design, während ein kreativer Beruf eine modernere Gestaltung verträgt. So entsteht in wenigen Minuten ein Lebenslauf, der bei Ihrem zukünftigen Ausbildungsbetrieb einen professionellen ersten Eindruck hinterlässt.
Übernehmen Sie die Begriffe aus der konkreten Stellenanzeige wortgleich. Bewerbermanagement-Systeme gleichen Ihren Text mit den Anforderungen ab, deshalb gehören die exakten Schlüsselwörter aus der Anzeige in Ihren Lebenslauf.
Pro Monat (brutto). Quellen: Bundesagentur für Arbeit (Ausbildungsvergütung), BIBB Datenreport
Lücken bei der Beschreibung von Schule und Praktika lassen
Geben Sie Ihren schulischen Werdegang lückenlos mit Zeiträumen und Schulformen an und beschreiben Sie Schülerpraktika kurz mit Betrieb, Dauer und Tätigkeiten. So entsteht ein vollständiges Bild, auch wenn die Berufserfahrung noch gering ist.
Hobbys und Engagement weglassen
Gerade bei einer Ausbildungsbewerbung zeigen Hobbys und ehrenamtliches Engagement wichtige Eigenschaften wie Teamfähigkeit, Ausdauer und Verantwortungsbewusstsein. Nennen Sie konkrete Aktivitäten statt allgemeiner Begriffe wie nur Sport oder Musik.
Den Lebenslauf zu lang gestalten
Ein Lebenslauf für die Ausbildung passt in der Regel auf eine Seite. Beschränken Sie sich auf das Wesentliche und verzichten Sie auf unnötige Details aus der Grundschulzeit oder auf eine lange Liste belangloser Interessen.
Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehler übersehen
Fehler in der Bewerbung wirken bei Ausbildern besonders negativ, weil sie auf mangelnde Sorgfalt schließen lassen. Lesen Sie Ihre Unterlagen mehrfach Korrektur und lassen Sie sie zusätzlich von einer anderen Person prüfen.
Keine Motivation für den Beruf zeigen
Erklären Sie im Anschreiben und ergänzend im Lebenslauf, warum Sie sich für diesen Ausbildungsberuf interessieren. Ein erkennbarer Bezug zwischen Ihren Praktika, Interessen und dem Wunschberuf überzeugt mehr als allgemeine Aussagen.
Wie schreibe ich einen Lebenslauf für die Ausbildung ohne Berufserfahrung?
Fehlende Berufserfahrung ist bei einer Ausbildungsbewerbung völlig normal, denn die Ausbildung soll Ihnen diese Erfahrung ja erst vermitteln. Stellen Sie stattdessen Ihren Schulabschluss, Schülerpraktika, Nebenjobs sowie Hobbys und ehrenamtliches Engagement in den Vordergrund. Beschreiben Sie bei Praktika kurz, welche Aufgaben Sie übernommen haben und was Sie gelernt haben. Auch Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Teamfähigkeit lassen sich über Vereine, Schulprojekte oder Aushilfsjobs belegen. So zeigen Sie trotz fehlender Berufserfahrung, dass Sie motiviert und einsatzbereit sind.
Welche Noten sind für eine Ausbildungsbewerbung wichtig?
Welche Noten besonders zählen, hängt vom Ausbildungsberuf ab. Für kaufmännische Berufe sind gute Noten in Deutsch und Mathematik wichtig, für technische und handwerkliche Berufe vor allem in Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern. Heben Sie im Lebenslauf die Fächer hervor, die zum Wunschberuf passen, und nennen Sie Ihren Notendurchschnitt, wenn er gut ist. Wichtig ist außerdem, dass das aktuelle Zeugnis der Bewerbung beiliegt. Sind einzelne Noten schwächer, müssen Sie diese nicht verstecken, sollten aber Ihre Stärken klar betonen.
Soll ich Hobbys in den Lebenslauf für die Ausbildung schreiben?
Ja, Hobbys gehören bei einer Ausbildungsbewerbung in der Regel in den Lebenslauf, weil sie viel über Ihre Persönlichkeit aussagen. Wählen Sie Hobbys aus, die positive Eigenschaften zeigen: Mannschaftssport steht für Teamfähigkeit, ein Ehrenamt für Verantwortungsbewusstsein und technische Hobbys können zu einem handwerklichen Beruf passen. Formulieren Sie konkret, etwa Handball im Verein seit fünf Jahren statt nur Sport. Verzichten Sie auf Angaben, die unvorteilhaft wirken könnten, und beschränken Sie sich auf zwei bis vier aussagekräftige Interessen.
Muss der Lebenslauf für die Ausbildung lückenlos sein?
Ja, ein Lebenslauf sollte auch bei einer Ausbildungsbewerbung lückenlos sein. Geben Sie Ihren schulischen Werdegang mit Zeiträumen und Schulformen vollständig an, sodass keine ungeklärten Zeiträume entstehen. Falls Sie die Schule oder eine begonnene Ausbildung gewechselt haben, ist das kein Problem, sollte aber nachvollziehbar dargestellt werden. Ein Schuljahr im Ausland, ein freiwilliges Praktikum oder ein längerer Nebenjob lassen sich ebenfalls einbauen. Lücken wirken schnell unzuverlässig, deshalb sollten Sie auch kurze Zeiträume sinnvoll einordnen.
Wie lang sollte eine Ausbildungsbewerbung sein?
Eine vollständige Ausbildungsbewerbung besteht aus Anschreiben, Lebenslauf und Anlagen. Der Lebenslauf sollte in den meisten Fällen eine Seite umfassen, da Sie als Schulabgänger noch nicht viele Stationen haben. Das Anschreiben passt ebenfalls auf eine Seite und konzentriert sich auf Ihre Motivation und Ihre wichtigsten Stärken. Als Anlagen fügen Sie Ihr aktuelles Zeugnis und gegebenenfalls Praktikumsbescheinigungen oder Bestätigungen über Ehrenämter bei. Halten Sie die Unterlagen übersichtlich und vermeiden Sie unnötige Wiederholungen zwischen Anschreiben und Lebenslauf.
Was gehört in das Anschreiben einer Ausbildungsbewerbung?
Im Anschreiben einer Ausbildungsbewerbung sollten Sie vor allem Ihre Motivation deutlich machen. Erklären Sie, warum Sie sich für genau diesen Ausbildungsberuf und diesen Betrieb interessieren, und stellen Sie einen Bezug zu Ihren bisherigen Erfahrungen her, etwa aus Praktika oder Hobbys. Nennen Sie zwei bis drei Stärken, die zum Beruf passen, und vermeiden Sie auswendig gelernte Standardsätze. Gehen Sie wenn möglich auf den konkreten Betrieb ein, um zu zeigen, dass Sie sich informiert haben. Das Anschreiben sollte freundlich, fehlerfrei und nicht länger als eine Seite sein.