Das Bewerbungsschreiben ist in der Schweiz das erste Dokument, das eine Personalverantwortliche von Ihnen liest, und oft das einzige, das darüber entscheidet, ob Ihr Lebenslauf überhaupt geöffnet wird. Trotzdem behandeln viele es als Pflichtübung und füllen es mit Sätzen, die auf jede Stelle und damit auf keine passen. In diesem Leitfaden zeige ich Ihnen als Gründer von Careerkit und Karrierecoach in Zürich, wie ein Bewerbungsschreiben nach Schweizer Standard aufgebaut ist, welche Bausteine hineingehören, wie Sie mit starken Formulierungen überzeugen und wie eine anpassbare Vorlage aussieht.
Was ist ein Bewerbungsschreiben?
Das Bewerbungsschreiben, auch Anschreiben oder Bewerbungsbrief genannt, ist der formelle Begleitbrief zu Ihrer Bewerbung. Es steht im Bewerbungsdossier an erster Stelle und verbindet Ihre Person mit der ausgeschriebenen Stelle: Warum bewerben Sie sich, was bringen Sie mit und welchen Nutzen haben Sie für das Unternehmen. Anders als der Lebenslauf, der Fakten auflistet, argumentiert das Bewerbungsschreiben.
Bewerbungsschreiben, Anschreiben oder Motivationsschreiben?
Diese drei Begriffe sorgen für Verwirrung. Bewerbungsschreiben und Anschreiben meinen dasselbe: den formellen Brief, der fast jeder Bewerbung um eine feste Stelle beiliegt. Das Motivationsschreiben ist dagegen ein stärker auf die persönliche Motivation fokussiertes Dokument, das vor allem bei Studienplätzen, Stipendien und kompetitiven Stellen verlangt wird. Wenn Sie ausserdem den in Deutschland üblichen, streng nach DIN 5008 formatierten Aufbau suchen, hilft unsere Anschreiben-Vorlage weiter; dieser Leitfaden konzentriert sich auf die Schweizer Konventionen.
Der Aufbau eines Bewerbungsschreibens
Ein Bewerbungsschreiben in der Schweiz folgt einem klaren, formellen Briefaufbau. Vom Briefkopf bis zu den Beilagen hat jeder Baustein seinen festen Platz. Die folgende Übersicht zeigt die Reihenfolge, an der Sie sich orientieren können.





