Deine erste Bewerbung fürs Schülerpraktikum steht an und du hast keine Ahnung, wo du anfangen sollst? Das geht fast allen so. Ein Schülerpraktikum in der 8. oder 9. Klasse gehört für die meisten dazu und ist dein erster echter Schritt in die Arbeitswelt. Die beruhigende Nachricht: Niemand erwartet von dir jahrelange Erfahrung. Gefragt sind vor allem deine Motivation und dein Interesse.
In dieser Anleitung gehst du Schritt für Schritt durch deine komplette Bewerbung. Du erfährst, was in dein Anschreiben gehört, wie du deinen Lebenslauf aufbaust und wie du formatierst und verschickst. Dazu bekommst du konkrete Vorher-nachher-Beispiele, an denen du dich orientieren kannst, damit deine Bewerbung am Ende überzeugt.
Was gehört in eine Bewerbung fürs Schülerpraktikum?
Eine vollständige Bewerbung besteht aus mehreren Dokumenten, die zusammen einen guten Eindruck hinterlassen. Die Grundstruktur ist überschaubar und besteht in der Regel aus drei Bausteinen, plus der richtigen Reihenfolge.
Das Anschreiben
Das Anschreiben ist das Herzstück deiner Bewerbung. Hier stellst du dich vor und zeigst, warum dich gerade dieses Praktikum interessiert. Es passt auf eine DIN-A4-Seite und erklärt deine Motivation sowie deine Stärken. Anders als im Lebenslauf kannst du hier mit einem ehrlichen, motivierten Text punkten, auch wenn du noch kaum Erfahrung hast. Wichtig ist, dass klar wird, warum du dieses Unternehmen gewählt hast und was dich an dem Berufsfeld reizt.
Der tabellarische Lebenslauf
Der Lebenslauf gibt dem Unternehmen einen schnellen Überblick über dich. Hier führst du deine persönlichen Daten, deinen schulischen Werdegang, praktische Erfahrungen wie frühere Praktika oder Nebenjobs sowie Kenntnisse und Hobbys auf. Er wird antichronologisch aufgebaut, die neueste Station steht also zuerst, wie es auch die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt. Für ein Schülerpraktikum reicht eine Seite völlig aus. Mach dir keine Sorgen, wenn dein Lebenslauf noch kurz ist. Arbeitgeber wissen, dass du ganz am Anfang stehst.
Zeugnisse und Anlagen
Als Anlage legst du dein letztes Schulzeugnis bei. Manche Unternehmen wünschen sich zusätzlich eine Arbeitsprobe oder Bescheinigungen, etwa über einen Erste-Hilfe-Kurs oder ein Sprachzertifikat. Solche Nachweise gehören nur dazu, wenn sie zur Stelle passen. Falls du schon ein Praktikum gemacht oder einen Nebenjob gehabt hast, kannst du das entsprechende Zeugnis mitschicken. Ein Bewerbungsfoto ist heute keine Pflicht mehr. Wenn du eins verwendest, sollte es ein freundliches, neutrales Porträt sein. Schicke außerdem immer Kopien, niemals die Originale.




