Anschreiben Vorlage: Bewerbungsschreiben in 5 Schritten | Careerkit
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Anschreiben Vorlage: Bewerbungsschreiben in 5 Schritten
So nutzen Sie eine Anschreiben Vorlage richtig: Aufbau nach DIN 5008, persönliche Anrede, Hauptteil mit Beispielen und die häufigsten Fehler vermeiden.
Eine Vorlage nimmt Ihnen die Formatierung ab, nicht aber das Denken. Sie sorgt für ein professionelles Layout und verhindert formale Fehler, doch überzeugen werden Sie nur mit Inhalten, die wirklich zu Ihnen und zur Stelle passen. In diesem Leitfaden zeige ich Ihnen, wie Sie eine Vorlage richtig nutzen, sie individualisieren und die häufigsten Fehler vermeiden, mit konkreten Vorher-Nachher-Beispielen zum Übernehmen.
Ich bin Nishant Modi, Gründer von CareerKit, und ich habe von meinem Schreibtisch in Zürich aus Tausende Bewerbungen geprüft. Die folgenden Ratschläge sind dieselben, die ich auch im persönlichen Coaching gebe: praxisnah, konkret und auf das ausgerichtet, worauf Personaler tatsächlich achten.
Was ist eine Anschreiben Vorlage und warum sollten Sie eine verwenden?
Eine Anschreiben Vorlage liefert Ihnen ein fertiges Layout mit klarer Struktur, vordefinierter Formatierung und passenden Design-Elementen. Sie schafft die Grundlage für ein Bewerbungsschreiben, das formal und inhaltlich überzeugt. Bevor Sie eine Vorlage auswählen, lohnt es sich zu verstehen, was sie leistet und wo ihre Grenzen liegen.
Zeitersparnis und professionelles Design
Eine Vorlage beschleunigt den Bewerbungsprozess spürbar, weil Sie sich nicht um Seitenränder, Abstände und Ausrichtung kümmern müssen. Sie erhalten einen sicheren Aufbau nach gängigen Normen wie der DIN 5008, ein aufgeräumtes Layout für einen stimmigen ersten Eindruck und ein einheitliches Format für Anschreiben und Lebenslauf. Gerade dieser einheitliche Auftritt zählt: Anschreiben und Lebenslauf sollten dieselben Schriftarten, Größen und Design-Elemente nutzen, damit beides wie aus einem Guss wirkt.
Eine gute Vorlage hat klare Hierarchien, genug Weißraum für gute Lesbarkeit und durchgehend einheitliche Formatierung. Wenn Sie Ihren Lebenslauf im gleichen Stil aufbauen möchten, hilft Ihnen unser Lebenslauf-Generator, beide Dokumente optisch aufeinander abzustimmen. Eine Übersicht, welche Abschnitte in einen vollständigen Lebenslauf gehören, finden Sie in unserem Leitfaden zu allen Abschnitten des Lebenslaufs mit Beispielen.
Anschreiben Vorlage in Word und andere Formate
Word-Vorlagen im .docx-Format dominieren den Markt, weil sie sich leicht bearbeiten lassen. Die Bundesagentur für Arbeit stellt zum Beispiel klassische und moderne Vorlagen sowie einen Bewerbungskompass bereit. Alternativ arbeiten manche Bewerber mit Open Office im .odt-Format oder direkt mit einem Online-Generator, der die Formatierung im Browser übernimmt.
Wichtiger als das Werkzeug ist die ATS-Tauglichkeit. Bewerbermanagementsysteme lesen schnörkellose Schriftarten wie Arial, Calibri, Helvetica oder Times New Roman zuverlässig, während ausgefallene Formate Probleme verursachen können. Bleiben Sie bei Standardformaten wie Word (.docx) oder PDF. Wenn Sie unsicher sind, welche Schrift zu Ihrer Bewerbung passt, können Sie verschiedene Optionen mit unserem Schriftarten-Vergleich nebeneinander ansehen.
Kostenlose und kostenpflichtige Vorlagen
Kostenlose Vorlagen reichen für nahezu jede Karrierephase völlig aus. Sie finden zeitgemäße Designs mit farblichen Akzenten als wiederverwendbare Word-Dateien, ohne einen Cent auszugeben. Der Mehrwert kostenpflichtiger Vorlagen liegt meist nur in einer größeren Auswahl, nicht in besseren Chancen.
Entscheidend ist eine andere Regel: Eine Vorlage ist hilfreich, aber Erfolg haben Sie nur mit einem Bewerbungsschreiben, das wirklich zu Ihnen passt. Ein einfach kopiertes Anschreiben fällt sofort negativ auf. Den Inhalt müssen Sie immer individuell anpassen, und genau darum geht es im weiteren Verlauf dieses Leitfadens.
Die wichtigsten Bestandteile einer Bewerbungsschreiben Vorlage
Jede professionelle Vorlage folgt einem klaren Aufbau. Sechs Kernelemente bilden das Grundgerüst Ihrer Bewerbung und entscheiden über den ersten Eindruck. Wenn Sie diese Bausteine kennen, füllen Sie jede Vorlage sicher und richtig aus.
Briefkopf mit Kontaktdaten
Der Briefkopf steht ganz oben und enthält Ihre vollständigen Kontaktdaten: Vor- und Nachname, Straße und Hausnummer, Postleitzahl und Wohnort sowie Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Optional ergänzen Sie Links zu beruflichen Profilen wie LinkedIn oder Xing. Verwenden Sie dabei nur eine seriöse Adresse im Format vorname.nachname@provider.de.
Das Datum platzieren Sie rechtsbündig, einige Zeilen unter der Empfängeradresse, im Format TT.MM.JJJJ. Die Betreffzeile folgt darunter linksbündig und benennt die Position, für die Sie sich bewerben. Heben Sie den Betreff durch Fettdruck hervor und schreiben Sie nie das Wort "Betreff" davor. Ist in der Stellenanzeige eine Referenznummer angegeben, ergänzen Sie eine zusätzliche Bezugszeile.
Einleitung und Anrede
Die persönliche Anrede steht zwei Leerzeilen unter dem Betreff. Vermeiden Sie nach Möglichkeit "Sehr geehrte Damen und Herren" und recherchieren Sie stattdessen den Namen des Ansprechpartners auf der Unternehmenswebseite oder über berufliche Netzwerke. Nach der Anrede folgt ein Komma, und der Text beginnt anschließend kleingeschrieben.
Vorher: "Sehr geehrte Damen und Herren,"
Nachher: "Sehr geehrte Frau Dr. Müller,"
Die Einleitung weckt Interesse und nennt Ihre Motivation. Verzichten Sie auf abgegriffene Einstiegssätze, die nichts aussagen.
Vorher: "Hiermit bewerbe ich mich auf die ausgeschriebene Stelle als Projektmanagerin."
Nachher: "Ihr Anspruch, Softwareprojekte termintreu und ohne Reibungsverluste auszuliefern, deckt sich genau mit dem, wofür ich in den letzten fünf Jahren stehe."
Hauptteil mit Qualifikationen
Der Hauptteil umfasst nur wenige Absätze und beantwortet die zentrale Frage: Warum sind gerade Sie die richtige Person für diese Stelle? Stellen Sie die Verbindung zwischen Ihren Qualifikationen und den Anforderungen aus der Anzeige her. Belegen Sie Ihre Stärken mit konkreten Beispielen und Zahlen statt mit allgemeinen Behauptungen.
Vorher: "Ich bin teamfähig, motiviert und belastbar."
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